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Artikel der Ischler Woche vom 28.6.2017

Ischler Kammerchor begeisterte mit zeitgenössischer Musik

Es braucht viel musikalischen Mut, sich in Bad Ischl über unkonventionelle Raumklänge und Klangfarben zu trauen. Diesen Mut bewies Chorleiterin Raminta Skurulskaite-Fuchs mit dem Ischler Kammerchor am 16. Juni in der Pfarrkirche Sankt Nikolaus mit der österreichischen Erstaufführung  des Oratoriums „Die letzten heidnischen Riten“ des litauischen Komponisten Bronius Kutavicius.

Schon im ersten Teil des Konzertes kündigten Werke skandinavischer Komponisten an, dass die Tonsprache des Nordens vor allem in ihrer kontemplativen Ruhe eigene,  zutiefst berührende Wege geht.
Der zweite Teil des Konzertes überraschte sowohl mit dem Mitsommernachts-Outfit der Sängerinnen, als auch mit unüblichen Positionierungen des Chores, der sich  im Kirchenraum immer wieder neu verteilte.  
Die Zuhörer bezeichneten die musikalische Ehrung des Sommers, der Landschaft, der gefährlichen Schlangen und der heiligen Eiche als überwältigendes Gesamterlebnis. Chorstimmen, Hörner (Gruppe „Born for Horn“) und Orgel (Günther Firlinger) vereinigten sich mit der großartigen Stimme der litauischen Sängerin Erika Gacevice zu flirrenden Bildern aus einer archaischen, heidnischen Zeit, die mit dem aufkommenden Christentum im 14. Jahrhundert ein Ende  fand. Symbolisch Siegerin war demnach auch die aufbrausende Orgel, die den Chor aus der Kirche fegte.  

Ihr habt Bad Ischl „kulturhauptstadtwürdig“ gemacht! Mit diesen Worten drückte Pfarrer Christian Öhler seine Begeisterung aus. Und für so manchen Konsumenten herkömmlicher Musik, der sich auf das Gebotene einließ,  tat sich erstmals das Tor zur Welt der zeitgenössischen Tonsprache auf. Wer die Herausforderung annahm,
staunte und war tief betroffen. Vor allem die Komplimente musikalischer Fachleute belohnten die großen Anstengungen der Chorleiterin und der SängerInnen.  
 
Die Erwartungen an den Ischler Kammerchor haben sich vergrössert!



Programm:

Österreichische Erstaufführung des Oratoriums
„Paskutinés Pagoniu Apeigos“
von Bronius Kutavicius

Weiters:
Lenas Song "Fly with me" und "Gabriellas Lied"  - aus dem Film WIE IM HIMMEL von Stefan Nilsson
"Die Wasserrose"  und "Im Wald" von Niels W. Gade (1870-1890)
"Laudate" und "Benediction" von Knut Nystedt (1915-2014)
"Sommerpsalm" von Waldemar Ahlen

Programm

Im ersten Teil des Sommerkonzertes werden sakrale und weltliche Chorlieder norwegischer, lettischer, schwedischer, estnischer und dänischer Komponisten zu hören sein.
Darunter auch Lieder aus dem Film „Wie im Himmel“. Werke für 4 Hörner und eine solistische Darbietung der litauischen Sopranistin Erika Gacevice werden das Programm bereichern.

Im zweiten Teil des Konzertes wird das Publikum die österreichische Erst-Aufführung eines Oratoriums des zeitgenössischen litauischen Komponisten Bronius Kutavičius
erleben. „Pascutinés Pagonių Apeigos“ (Die letzten heidnischen Riten) ist ein riesiges, musikalisches Ritual einer Naturverehrung zur Sonnenwende. In einer völlig überraschenden, unkonventionellen Tonsprache wird vom Chor, von einer Solistin, von 4 Hörnern und einer Orgel die Natur beschworen. Ährenfelder, Hügel, Schlangen und Bäume werden musikalisch nachgezeichnet. Das Oratorium endet mit dem symbolischen Sieg des Christentums über die heidnischen Natur-Riten.





 
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